Die Schreibblockade besiegt: Mein Weg zurück zur Kreativität

Ich schreibe endlich wieder!

Die Geschichten strömten aus mir heraus – ungefiltert, haltlos. Ich schrieb, bis meine Finger schmerzten, bis Krämpfe meine rechte Hand lähmten. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte genauso mühelos mit links schreiben, nur um noch schneller alles aufs Papier zu bringen, was mein inneres Auge sah. Drachen, die über brennende Königreiche flogen. Kinder, die zu Vampiren wurden. Der Sinn des Lebens, eingefangen in fiktiven Zeilen.

Mit gerade einmal 13 Jahren kritzelte ich meine Ideen in einen karierten Schulblock, während draußen auf der Straße das Leben tobte. Kinder lachten, Bälle prallten auf Asphalt – doch ich hatte kaum Zeit. Keine Sekunde durfte ich verlieren. Denn wenn ich die Geschichte nicht sofort festhielt, zerrann sie mir zwischen den Fingern wie Sand. Und mit ihr kam die Blockade – manchmal für Tage, manchmal für Wochen, sogar Jahre.

Meine damalige beste Freundin Abygale hatte denselben Traum wie ich. „Ich werde Autorin!“ sagte sie, mit glänzenden Augen und einer Entschlossenheit, die mich gleichzeitig mitriss und verunsicherte. Ich nickte stumm. Natürlich wollte ich das auch. Doch als ich ihre Texte las, spürte ich diesen bitteren Stich in meiner Brust. Ihre Worte flossen wie Musik. Durchdacht, fesselnd. Ihr Wortschatz war weit ausgeprägter als meiner, ihre Geschichten hatten eine Tiefe, die mich sprachlos machte. Abigail lebte fürs Schreiben. Sie las unaufhörlich, verschlang Bücher wie Atemluft – und ich? Ich suchte verzweifelt nach einem Ausweg, nach einer Begründung für meine unstrukturierte Art zu erzählen.

Ich werde Drehbuchautorin, redete ich mir ein.

Jedes Detail, jede Kameraführung, jede Emotion fügte ich in meine Geschichten ein. Ich erklärte, wie das Licht auf das Gesicht meiner Figuren fallen sollte, wie die Musik in einer Szene klingen müsste. Während andere nur Worte sahen, spielte in meinem Kopf ein Film – und diesen Film schrieb ich nieder.

Doch mit den Jahren kamen die Verpflichtungen. Die Magie des Schreibens verblasste. Der Alltag fraß mich auf, und ich ließ es zu.

Heute frage ich mich: Hat Abygale das Schreiben ebenfalls aufgegeben? Oder hält sie längst ihr erstes Buch in den Händen?

Ich weiß es nicht.

Denn unser Kontakt ging verloren, nachdem sie einer Sekte beitrat und für einige Zeit nach Amerika auswanderte. Sie heiratete einen ihrer Glaubensbrüder und versuchte, mich zu manipulieren. Doch das ist eine andere Geschichte.

Jahre vergingen. Immer wieder versuchte ich, den Weg zurück zu meinem inneren Kind zu finden. Ich begann zu malen, zu schreiben, zu filmen – doch es fühlte sich nicht mehr nach Leidenschaft an. Mehr nach einer offenen Wunde, die bei jeder Berührung schmerzte. Also hörte ich auf. Zehn Jahre lang.

Dann wurde meine Cousine schwanger.

Ich wollte ihr das schönste Geschenk machen, das ich geben konnte: eine Geschichte. Eine eigens für sie geschriebene, mit Illustrationen versehene Erzählung für ihr ungeborenes Kind. Ich versprach mir selbst, ihr zur Geburt ihres Sohnes ein Buch zu überreichen, in dem sie, ihr Mann und ihr Baby eine Rolle spielten.

Und als ich mein Versprechen einlöste, war ich stolz. Und doch… leer.

Ich hatte mein Ziel erreicht, aber es fühlte sich nicht an wie ein Sieg. Nur wie ein leises Echo dessen, was einmal war.

Dein Kinderbuch

Erstelle dein Individuelles Kinderbuch unterstützt von der KI

{ zum Blogeintrag }

Ein weiteres Jahr verging, bis ich begann, meine Gedanken wieder ungefiltert niederzuschreiben. Ohne Druck. Ohne Erwartungen. Neben meinem Blog, meinem Journal und meinem eigenen Lebensweg fand ich schließlich zurück zu dem, was mich einst erfüllte.

Ich schrieb wieder.

Am 21. Februar 2025 kam mir der Wunsch, an meinem Buch Wolkenlos weiterzuarbeiten. Seitdem fließen meine Ideen wieder – wie ein ruhiger Bach, der sich seinen Weg durch den Wald bahnt. Es fühlt sich vertraut an. Mein Herz blüht auf.

In den kommenden Artikeln werde ich euch nicht nur mitnehmen auf meine Reise als Autorin, sondern euch auch zeigen, mit welchen Herausforderungen ich kämpfe, welche Höhen und Tiefen das Schreiben mit sich bringt.

Doch am meisten freue ich mich über das Wichtigste:

Ich habe mein inneres Kind wiedergefunden.

Die kleine Sophie, die sich die Finger wund schrieb. Die Krämpfe in der Hand hatte, weil sie ihre Geschichten nicht schnell genug auf Papier bringen konnte.

Danke, Sophie.
Danke, dass du nie aufgehört hast, an deinen Traum zu glauben.
Ich bin eine Autorin.
Ich bin eine Bestseller-Autorin.
Ich bin Schriftstellerin – und eine Inspiration für alle, die ihre Gedanken auf Papier bringen und ihren Traum in die Realität verwandeln wollen.

Kontakt

Ich lebe in Deutschland, arbeite jedoch mit Kunden aus der ganzen Welt zusammen.
 

E: [email protected]